09/2007
gr. Bettelwurf (2726m)
Das erste Schöne was man sieht, bevor man die Bergtour überhaupt beginnt, ist die Stadt Hall i. Tirol im Inntal. Die Stadt begeistert durch die gute Mischung aus mittelalterlicher und moderner Architektur.
Man kann schön durch das Halltal bis nach St. Magdalena (Mautpflichtig, damals 4Euro) bis an den Fuß des Bergmassivs ran fahren. Wir haben dort unser Auto geparkt und machten uns an den Aufstieg.
Der Aufstieg ging dann schön dezent von St.Magdalena aus durch das Isstal hoch zum Lafatscherjoch. Vom Joch aus ging es an der Bergflanke entlang rüber zur Bettelwurfhütte, wo unsere erste Nacht geplant war. Keiner rechnete in dieser Jahreszeit mit Schnee, aber ab dem Lafatscherjoch wurden wir eines Besseren belehrt
Das Bergwetter ist halt mal unberechenbar, so hat es in den Wochen vor unserer Tour dort am Berg noch kräftig Schnee gegeben.
Gott sei dank hatte der Hüttenwirt früh noch eine Spur in den Schnee gelaufen, sodass man sich halbwegs orientieren konnte.
Nach ca. 5 Stunden Gehzeit am ersten Tag (ohne Schnee in 3,5Std machbar) kamen wir endlich erschöpft an der Bettelwurfhütte an.
Die Aussicht war an dem Tag ein Traum. Genau so wünscht man es sich in den Bergen.
Am zweiten Tag planten wir dann eigentlich die Besteigung des gr. Bettelwurfs. Das Wetter war nicht mal halb so gut wie am Tag zuvor. Nicht mal die Dohlen hatten da Lust zu fliegen und klammerten künstlerisch an der Felswand der Hütte fest
Wir starteten nach dem Frühstück los Richtung Gipfel gr. Bettelwurf. Laut Hüttenwirt war der Aufstieg trotz des Schnee locker machbar. Das Wetter war recht wechselhaft, aber los gings….
Immer in Begleitung von den Gämsen. Die tun sich da leichter wie wir ….
Auch andere Tiere “liefen” uns über den Weg
Die Bettelwurfhütte rückte immer weiter in die Ferne, der Weg wurde immer schwerer….
noch konnte meine Frau lachen
je höher wir kamen, desto stärker wurde ihre Angst.
Der Weg hoch zum Gipfel wurde nach und nach zur “Gratwanderung”.
Da sich meine Frau immer unwohler füllte, beschloss ich der Vernunft halber umzudrehen und wir stiegen wieder Richtung Bettelwurfhütte ab.
Unser “eisiger Weggefährte” wartete auch noch auf uns
Es war zwar eine weitere Nacht auf der Hütte geplant aber da wir recht früh dran waren, meldeten wir uns kurz bei der Hütte ab und machten uns auf den Weg ins Tal.
Für unseren Abstieg wählten wir eine andere Route, die anfangs durch ein versichertes Felsband ging, gefolgt von einem Latschenhang.
…. wir kamen dem Halltal immer näher …
Das Ende des Abstiegs war dann eine sehr mühsame Schotterrinne, die sogenannte “Bettelwurfreise”. Unten, nach der Schotterrinne musste nur noch ein Bach überquert werden, ein paar Meter auf der Teerstraße und schon waren wir wieder bei unserem Auto. Die Heimreise ging an….
Der Bettelwurf ist bis heute nicht vergessen und wird dieses Jahr wahrscheinlich aufs neue probiert
Hoffentlich OHNE Schnee























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