August 2011, es war mal wieder ein Urlaub im wunderschönen Ostallgäu angesagt, wo 2 Bergtouren geplant waren.
Die erste gingen wir am 17.8.2011 an. In einem Büchlein stiess ich auf einen Tourenvorschlag der ganz gut klang, zumindest war der Gipfel der Hochplatte oder Krähe mit machbar. Das diese Tour ein wenig persönlich wurde, beschlossen wir die Tour anders herum zu gehen, was sich später als nicht so gut heraus stellte
Nach einem guten Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Halblech. Bei Bruckschmid (825m) ist ein kostenloser Wanderparkplatz zu finden. Von dem Parkplatz aus geht regelmässig ein Busshuttle Richtung Kenzenhütte (einfach 4€ p. Erwachsenen) aus diesem Grund sollte man früh dran sein um noch einen guten Parkplatz zu bekommen, da der Shuttle von vielen Wanderern genutzt wird.
Wir nutzten früh diesen Shuttle noch nicht, da der Aufstieg zu Fuss geplant war.
Unser Weg führte uns zu Anfang auf der geteerten Straße bergauf. Immer den Wegweisern Richtung Kenzenhütte – Wankerfleck folgen.


Nach knapp 4km kommt man an eine Abzweigung wo man zwei Möglichkeiten hat. Entweder man bleibt weiterhin auf der Straße die der Shuttlebus ständig nutzt oder man nimmt den Wanderweg. Wir wählten den Wanderweg und zweigten hierfür rechts ab. Immer am Bachlauf entlang, wo man auch an ein paar schönen kleinen Seen (z.b. Bockstallsee) vorbei kommt.



Bockstallsee
Nach knapp 9km, am Wankerfleck (1148m), hätte man dann wieder die Möglichkeit auf die Fahrstraße Richtung Kenzenhütte zu kommen, was aber nicht unser Plan war. Wir hielten uns an die Wegweiser Richtung Geiselstein. Ab dann begann der Kampf. Ein sehr schmaler kleiner Steig zog sich steil hoch Richtung Geiselstein. Gott sei Dank schenkten uns die Bäume am Fusse des Geiselsteins ein wenig Schatten, weil die Sonne knallte nur so runter.
Ab und an konnte man auf den Weg nach oben doch ein klein wenig die Aussicht geniessen. Dank des schönen Wetters war Fernsicht vom Feinsten angesagt und die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite.




Ziemlich erschöpft von dem harten Anstieg kamen wir oben am Geiselsteinjoch an. Dort gönnten wir uns eine kleine Pause und genossen die Bergwelt.


Der Geiselstein (1884m) ist ein sehr beliebtes alpines Kletterrevier. Es soll aber auch einen „Normalweg“ hoch zum Gipfel geben.

Geiselstein - Geiselsteinjoch
Nach dem Geiselsteinjoch geht es über das Gumpenkar erst mal bergab wo mehr Möglichkeiten bestehen. Wir wollten eigentlich auf den Gipfel der Hochplatte (2082m), aber wegen meines schlechten Zeitmanagments und mangelhafter Verpflegung beschlossen wir direkt Richtung Kenzenhütte zu gehen. Als wir nach ca. 30min am Kenzensattel ankamen überlegten wir kurz ob wir auf den Kenzenkopf (1745m) noch hoch schauen, wären nur 15min Aufstieg gewesen. Die Erschöpfung war aber zu groß, aus dem Grund ging es direkt weiter zur Kenzenhütte, wo es dann ein kühles Radler und eine gute Brotzeit gab.
Nach einer Stunde Erholung kam dann der Bus, der uns dann ins Tal brachte. Der letzte Bus fährt übrigens um 17:30 ins Tal.
Fazit des Tages: Halte dich IMMER an die Tourenvorschläge
denn es kommt doch immer anders als man denkt …. !
Eigentlich wollte ich ein Höhenprofil incl. Karte mit posten, aber die Technik versagte und somit waren alle Aufzeichnungen fehlerhaft.
Der Weg hoch zur Kenzenhütte wird überigens auch von vielen Mountainbikern genutzt. Ob mit dem Bus oder zu Fuss kommt so ziehmlich jeder hoch zur Hütte. Wichtig ist nur festes Schuhwerk und genug zu Trinken. Alle anderen Wege die von der Kenzenhütte weg gehen erfordern zum Teil Schwindelfreiheit und Trittsicherheit.